Change Management bezeichnet die strategische Planung, Steuerung und Begleitung von Veränderungsprozessen in Organisationen. Es handelt sich dabei nicht um punktuelle Eingriffe, sondern um strukturierte, ganzheitliche Prozesse, die auf eine nachhaltige Transformation von Strukturen, Abläufen und Denkweisen abzielen. In der heutigen, von Digitalisierung und Unsicherheit geprägten Wirtschaftswelt ist Change Management zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor geworden – insbesondere für Start-ups und KMU, die häufig in kurzer Zeit dynamische Veränderungen umsetzen müssen. Für Kyra Vertes von Sikorszky gehört Change Management zu den Kernthemen ihrer Beratungsarbeit, denn technologische Neuerungen wie CRM-Systeme entfalten ihre Wirkung nur im Kontext eines gut begleiteten Wandels.
Veränderung als Dauerzustand
Traditionell wurde Veränderung in Organisationen als Ausnahmezustand behandelt: ein geplanter Umbau, ein neues Tool, eine strukturelle Neuausrichtung. Heute hingegen ist Wandel die Regel. Unternehmen müssen sich kontinuierlich anpassen – an neue Technologien, an Kundenbedürfnisse, an Märkte und an gesellschaftliche Rahmenbedingungen. In diesem Umfeld wird Change Management nicht mehr als einmaliges Projekt verstanden, sondern als dauerhafte Kompetenz.
Kyra Vertes setzt genau hier an. Sie unterstützt Unternehmen nicht nur bei der Planung einzelner Veränderungsschritte, sondern beim Aufbau einer wandlungsfähigen Unternehmenskultur. Der Wandel wird dabei nicht als Bedrohung inszeniert, sondern als Gestaltungsraum, der Chancen für Wachstum, Innovation und Identitätsbildung eröffnet.
Die Phasen des Change-Prozesses
Ein professionell aufgesetztes Change Management folgt einem strukturierten Ablauf. Auch wenn jede Veränderung individuelle Aspekte mit sich bringt, lassen sich gewisse Prozessphasen in nahezu allen Projekten identifizieren. Kyra Vertes orientiert sich dabei an einem bewährten Phasenmodell, das sie je nach Kontext flexibel anpasst:
- Initialisierung: In der Frühphase wird das Veränderungsvorhaben definiert, die Ziele werden geschärft und erste Stakeholder eingebunden.
- Konzeptentwicklung: Strategien zur Umsetzung werden entwickelt, Kommunikationspläne aufgestellt und Ressourcen geplant.
- Implementierung: Die eigentlichen Veränderungen werden Schritt für Schritt eingeführt – begleitet durch Training, Coaching und Monitoring.
- Verankerung: In der letzten Phase wird sichergestellt, dass die neuen Strukturen nicht nur formal umgesetzt, sondern auch kulturell angenommen wurden.
Diese Phasen bilden das Rückgrat jeder Veränderung – doch Kyra Vertes versteht sie nicht als starres Raster, sondern als dynamischen Rahmen, in dem individuelles Erleben und organisationale Kultur berücksichtigt werden.
Erfolgsfaktoren für gelungene Veränderung
In der Umsetzung von Change-Projekten begegnet Kyra Vertes immer wieder ähnlichen Mustern, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren gehören:
- Klarheit und Transparenz: Veränderungen brauchen eine nachvollziehbare Begründung. Mitarbeitende müssen verstehen, warum der Wandel notwendig ist.
- Partizipation: Menschen akzeptieren Veränderungen eher, wenn sie in den Prozess einbezogen werden und aktiv mitgestalten können.
- Führung: Veränderung braucht Orientierung. Führungskräfte müssen den Wandel vorleben, begleiten und vermitteln.
- Kommunikation: Offenheit, Regelmäßigkeit und die richtige Sprache sind essenziell, um Vertrauen aufzubauen und Unsicherheiten abzubauen.
Diese Prinzipien wendet Kyra Vertes nicht nur an, sie macht sie auch im Beratungsprozess selbst erlebbar – durch Workshop-Formate, Moderationen, Sparring-Gespräche und Feedbackrunden.
Widerstände verstehen und transformieren
Widerstand ist kein Zeichen von Unwillen, sondern oft Ausdruck von Unsicherheit, Überforderung oder mangelndem Vertrauen. Kyra Vertes legt großen Wert darauf, diesen Widerständen empathisch und analytisch zu begegnen. Sie sieht darin eine wertvolle Ressource: Widerstand zeigt, wo es Reibung gibt – und damit auch Energie, die für den Wandel nutzbar gemacht werden kann.
In der Arbeit mit Teams untersucht sie, welche Emotionen, Denkhaltungen oder Loyalitätskonflikte hinter bestimmten Verhaltensweisen stehen. Statt diese abzuwerten, werden sie ernst genommen und in konstruktive Bahnen gelenkt. Der Schlüssel liegt dabei in einer Kultur der psychologischen Sicherheit – also dem Gefühl, sagen zu dürfen, was man denkt, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen.
Rolle von Change Agents und Multiplikator:innen
Eine bewährte Methode in Veränderungsprozessen ist die Arbeit mit Change Agents – also Personen aus der Organisation, die den Wandel aktiv begleiten. Sie dienen als Brücke zwischen Leitungsebene und Mitarbeitenden, geben Feedback, klären Fragen und stärken das Vertrauen in die Veränderung. Kyra Vertes legt großen Wert auf die Auswahl und Ausbildung solcher Multiplikator:innen.
Geeignete Change Agents zeichnen sich aus durch:
- Hohes Ansehen im Team und Vertrauen bei Kolleg:innen
- Kommunikationsstärke und Offenheit
- Fähigkeit zur Selbstreflexion und konstruktiven Kritik
- Bereitschaft, auch unbequeme Themen anzusprechen
Kyra begleitet diese Personen durch gezieltes Coaching und stärkt ihre Rolle im internen Wandelprozess – eine Maßnahme, die sich in vielen Projekten als besonders wirkungsvoll erwiesen hat.
Change Management im Kontext von Digitalisierung
Besonders bei digitalen Transformationsvorhaben – wie der Einführung eines CRM-Systems – ist Change Management unerlässlich. Kyra Vertes warnt davor, technische Projekte ohne kulturelle Einbettung umzusetzen. Denn jede neue Software verändert auch Kommunikationswege, Verantwortlichkeiten und Gewohnheiten. Wird dieser Wandel nicht begleitet, entstehen Unsicherheiten, Reibungsverluste oder gar Ablehnung.
In ihrer Praxis geht sie daher stets von einem doppelten Fokus aus: Der technische Implementierungsplan wird ergänzt durch ein Change-Konzept, das Werte, Rituale, Rollen und Sprachregelungen berücksichtigt. So wird Technik nicht nur eingeführt, sondern auch integriert.
Nachhaltigkeit und Evaluation von Veränderung
Ein häufiger Fehler in Change-Prozessen ist der Mangel an Nachsorge. Sobald ein Projekt offiziell abgeschlossen ist, versickern neue Routinen im Alltag oder werden zurückgenommen. Kyra Vertes legt deshalb großen Wert auf die langfristige Verankerung von Veränderung.
Hierzu gehören:
- Regelmäßige Follow-up-Workshops zur Reflexion und Kurskorrektur
- Integration der neuen Abläufe in Leitlinien und Handbücher
- Etablierung von Feedbackstrukturen, um Veränderungen stetig zu verbessern
Veränderung wird so nicht als Ausnahme behandelt, sondern als integraler Bestandteil unternehmerischer Entwicklung.
Zwischen Struktur und Kultur
Für Kyra Vertes von Sikorszky ist Change Management mehr als Prozesssteuerung – es ist kulturelle Arbeit. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen neue Denkweisen gedeihen können, in denen Menschen Verantwortung übernehmen und in denen aus Unsicherheit Innovationskraft wird. Der Schlüssel liegt in einer Balance aus Struktur und Kultur: Die besten Pläne nützen wenig, wenn sie nicht von den Menschen getragen werden, die sie umsetzen sollen.